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Eröffnung der Ausstellung


"From Spring Hill with Love"
Von der Kunst im Vierfüßler-Stand
Emi Vega (Malerei, Slowenien)


Vernissage: Dienstag 05.04.2016 um 19.00
Begrüßung und Einführung ins Werk: Kerstin Eberhard
Dauer der Ausstellung 06.04. bis 21.04.2016
Eine Kooperation mit der Galerie Kvartirna hiša, Celje, Slowenien

Galerie Blaues Atelier
Annenstraße 33, 8020 Graz
Tel.: 0650/81 71 610
florinda@florinda.at
Geöffnet: Di., Mi., Do., Fr., 15-18h
Und zusätzlich nach telefonischer Vereinbarung

"Angekommen mit dem Nachtflug und ja, ich spürte ES in allen Füßen!"
Mit diesem Zitat und Werktitel beginnt der zwölfteilige israelische Bildzyklus der slowenischen Künstlerin Emi Vega. Die Reihe startet mit der nächtlichen Flugreise ins ferne Tel Aviv, bei welcher die naturgemäß zweibeinige Künstlerin mit ihrer Sitzgelegenheit zu einem vierbeinigen Element verschmilzt. Dabei bleibt sie ganz Frau und steckt ihre schmerzenden Füße in rote High Heels, sodass eine erotische Komponente nicht von der Hand zu weisen ist. Schmerz und Lust können nah beieinander liegen, so sagt man. Das so geschaffene sinnliche "Frauentier" zeigt wiederum nicht nur die Anstrengung einer langen Flugreise, sondern zugleich etwas Elementares:
Emi Vega verlässt sich nicht nur auf ein Standbein! Vielmehr bedient sie sich verschiedener Ausdrucksformen und arbeitet als Malerin, Grafikerin, Karikaturistin und Schriftstellerin.

Emi Vega

Als kosmopolitisch angehauchte Künstlerin wurde sie von der Street Art-Künstlervereinigung Alternative Art nach Tel Aviv eingeladen, um ihre Eindrücke und Sichtweisen der dortigen Region künstlerisch umzusetzen.
Der Aufenthalt beflügelte Emi Vega im wahrsten Sinne des Wortes, was in einem anderen Werke bedeutungsvoll zum Ausdruck kommt. Das in diesem Bild dargestellte beschwingte Wesen spiegelt in der Maserung seiner Flügel die Außenfassade des "neuen Flügels" des Tel Aviver Museum of Art - ein Ort, der sowohl inspirierend als auch heimisch auf einen Künstler wirken muss.

Emi Vega

Emi Vegas Werke zeigen seit Anbeginn ihres künstlerischen Schaffens meist weibliche Figuren. Ihr femininer Duktus paart sich mit dem Bedürfnis, Fragmente der Realität zu assimilieren und nach eigenem Befinden in einen neuen surrealen Kontext zu stellen. Bei allen ihren künstlerischen Reisen ist ein Verzicht auf das wichtigste Begleitutensil der Frau schier undenkbar. So mahnt sie in einem weiteren Werk: "Vergiss deine rote Tasche nicht, bevor du schlafen gehst!" Und tatsächlich: Der in der Signalfarbe Rot gehaltene "Sammelkörper Frauentasche" begleitet sie sowohl real als auch in einigen Sequenzen der Bildserie. Er enthält mit Sicherheit Emi Vega: Zutiefst verspielt und märchenhaft, aus dem Öffentlichen etwas Privates machend, die Welt wie zu Zeiten des analytischen Kubismus verschachtelnd. So chiffriert sie die Wirklichkeit in eine persönliche Geheimsprache. Sie träumt … fast wie Chagall einst träumte.

Emi Vega

Kurzbiographie

Die 1953 geborene Künstlerin Emi Vega absolvierte nach ihrem Studienabschluss in Architektur fünf Jahre der Kunstausbildung bei dem international bekannten slowenischen Maler Jože Ciuha, der an Kunstschulen in Salzburg, Venedig und Michigan unterrichtete. Als Gaststudentin besuchte sie Graz und Berlin, ab 1999 arbeitete sie als freischaffende Malerin, Illustratorin, Karikaturistin, Schriftstellerin und Journalistin. Als Autorin von zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern machte sie sich einen Namen, u. a. mit dem Gewinn eines Sonderpreises der Jury beim 8. Internationalen Wettbewerb in Schwanenstadt sowie mit zwei Preisen und einer Bronzemedaille für ihre Karikaturen in China. Emi Vega blickt auf 51 Einzel- und 63 Kollektivausstellungen (davon 32 Auslandsausstellungen) zurück. Als Gast-Malerin arbeitete sie ebenso in vielen Ländern, u. a. in Mazedonien, Bulgarien, Israel und in Paris im Atelier des Citée International des Arts. Seit 2013 lebt und arbeitet Emi Vega in Kroatien.

Text: Kerstin Eberhard/Judith Praßl



Der 12-teilige Israel-Zyklus